🔒 Daten, Rechte & Quellen

Inhalt

🏠 Hausaufgabe: Lies den Text, schau dir das Video an und bearbeite die Übung weiter unten — zuhause, vor der nächsten Stunde. Im Unterricht prüfen wir mit einer Kurzkontrolle (KK) in Moodle, ob der Stoff sitzt.

Wem gehören meine Daten?

Im Internet findest du täglich Texte, Bilder, Musik und Videos, die andere Menschen erstellt haben. Bevor du sie in deinen eigenen Projekten nutzt, solltest du wissen: Wem gehört das eigentlich, und was darfst du damit machen?

Rechte und Pflichten im Netz

Genauso wichtig ist die andere Richtung: Wenn du selbst etwas veröffentlichst, zum Beispiel dein Erklärvideo, hast du eigene Rechte an deinem Werk und Verantwortung dafür, wie du mit den Daten anderer Menschen und mit KI-Ergebnissen umgehst.

🚩 Bearbeite unbedingt die Übung weiter unten, bevor du die Kurzkontrolle in Moodle schreibst. Dort können zusätzliche Fragen und Details vorkommen, die im Video nicht behandelt wurden.

👤 Wem gehören Daten?

🖋️ Urheberrecht

Wer ein Werk erschafft, zum Beispiel einen Text, ein Foto oder ein Musikstück, wird automatisch Urheber. Nur er entscheidet, ob und wie sein Werk veröffentlicht, vervielfältigt oder vorgeführt wird, automatisch, ganz ohne Anmeldung.

🙋 Persönlichkeitsrecht

Fotos oder Videos von anderen Personen darfst du nur mit deren Erlaubnis aufnehmen und erst recht nur mit deren Erlaubnis veröffentlichen, egal ob in der Schule oder in sozialen Netzwerken.

📜 Lizenzen verstehen

Eine Lizenz ist eine Nutzungserlaubnis, die der Urheber anderen erteilt, meist mit bestimmten Bedingungen. Hältst du dich nicht daran, kann die Lizenz erlöschen, und es drohen rechtliche Konsequenzen. Das gilt nicht nur für Bilder und Texte, sondern genauso für Software: Auch ein Programm darfst du nur so nutzen, wie es die Lizenzbedingungen erlauben.

Freie Lizenzen wie Creative Commons kennzeichnen ihre Bedingungen mit kurzen Kürzeln:

KürzelBedeutung
BYNamensnennung, du musst den Urheber nennen
NCNicht kommerziell, keine gewerbliche Nutzung
NDKeine Bearbeitung, das Werk darf nicht verändert werden
SAWeitergabe unter gleichen Bedingungen
⚠️ Keine Lizenz angegeben? Dann gilt automatisch: volles Urheberrecht, keine Nutzung ohne Erlaubnis.

📚 Quellenangaben richtig machen

Eine gute Quellenangabe braucht vier Angaben:

👤 Autor 📝 Titel 📅 Datum 🔗 URL

Beispiel: Max Mustermann: "Wie funktionieren Computer?", informatik-lernen.de, 15.03.2024, https://informatik-lernen.de/computer-basics

✅ Immer Quelle angeben bei

kopierten Texten, fremden Bildern, Musik, Statistiken, sogar bei umformulierten Ideen.

❌ Häufige Fehler

"Google" oder "Internet" als Quelle angeben, keine URL, kein Datum.

📌

📝 Quellenliste eines Schülers, korrigiert:

  • Max Mustermann: "Wie funktionieren Computer?", informatik-lernen.de, 15.03.2024 ✓
  • Anna Schmidt: "Programmieren für Anfänger", Technik-Verlag, 2023, S. 45–50 ✓
  • Internet
  • Wikipedia
  • Google
  • ChatGPT / KI

Das sind keine Quellen!

🚫 Plagiat erkennen und vermeiden

Ein Plagiat liegt vor, wenn du fremde Ideen oder Texte als deine eigenen ausgibst, egal ob wortwörtlich kopiert oder nur umformuliert, solange die Quelle fehlt. Auch Bilder ohne Erlaubnis zu nutzen zählt dazu.

⚖️ Mögliche Folgen

Schlechte Note, in schweren Fällen Abmahnung oder andere rechtliche Konsequenzen.

✅ So vermeidest du es

Bei jeder übernommenen Idee eine Quelle angeben. Lieber eine Quelle zu viel als zu wenig.

🤖 KI, Quellen und Kennzeichnungspflicht

KI-Chatbots werden zwar mit unzähligen Quellen trainiert, nennen diese aber oft gar nicht oder sogar falsch. Deshalb gilt: KI selbst ist keine Quelle, die du angeben kannst.

📅 Seit 2. August 2026 gilt EU-weit eine Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte: Bilder, Texte oder Videos, die täuschend echt wirken, aber von einer KI erzeugt wurden, müssen als KI-generiert kenntlich gemacht werden.

💡 Nutzt du also ein KI-Bild für dein Erklärvideo, gehört ein Hinweis dazu, dass es KI-generiert ist.

🔒 Deine eigenen Daten schützen

Genau wie andere Rechte an ihren Werken haben, hast du Rechte an deinen eigenen Daten. Besonders sensibel sind dabei sogenannte biometrische Daten, also körperliche Merkmale, mit denen man dich eindeutig identifizieren kann, wie ein Fingerabdruck:

🖐️ Fingerabdruck 📍 Standort 🖼️ Fotos von dir

Überlege immer, wem du solche Daten anvertraust und ob es wirklich nötig ist, sie preiszugeben.

📱 Berechtigungen bei Apps

Jede App fragt beim ersten Start nach Berechtigungen: Zugriff auf Kamera, Mikrofon, Standort, Kontakte. Die wichtigste Frage dabei: Braucht die App das wirklich für ihre Funktion?

BerechtigungLogisch, z. B. beiVerdächtig, wenn gefordert von
KameraFoto-AppTaschenrechner
MikrofonWhatsApp (Sprachnachrichten)einfaches Spiel
StandortMaps/NavigationTaschenlampen-App
KontakteWhatsAppeinfaches Spiel
FotosInstagram (zum Teilen)Wetter-App

Merksatz: Kostenlose Apps, die zu viele Berechtigungen wollen, verdienen ihr Geld oft mit deinen Daten.

🟢 Vertrauenswürdig

bekannte Entwickler, logische Berechtigungen, gute Bewertungen, regelmäßige Updates

🟡 Vorsichtig nutzen

unbekannter Entwickler aber gute Bewertungen, einige überflüssige Berechtigungen, Werbung

🔴 Nicht installieren

völlig unbekannter Entwickler, viel zu viele Berechtigungen, schlechte Bewertungen, unrealistische Versprechen

🛡️ Datenschutz-Tipps für den Alltag

🃏 Lernkarten

Zum Auswendiglernen: Karte antippen zum Umdrehen.

…
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Karte 1 von 1

⭐ Üben

Fragen werden geladen …

🔐 Zu Schullogin.de — Kurzkontrolle in Moodle schreiben

🎮 Stundenaufgabe

Wähle eine Vertiefung, danach geht es an die praktische Übung:

📺

YouTube-Video ansehen

Suche nach "Urheberrecht Internet einfach erklärt"

📖

Seite im Fachbuch lesen

Kein passendes Kapitel im Fachbuch — nutze die anderen Vertiefungen

🤖

Mit KI besprechen

Prompt kopieren und in eine KI einfügen

🤖 KI-Prompt zum Üben:
🦆 duck.ai öffnen
Rolle: Du bist ein Quizmaster für Medienrecht.
Aufgabe: Gib mir drei kurze Beispielsituationen (z. B. ein Foto von einem Mitschüler posten, ein Musikstück in ein Video einbauen, einen Wikipedia-Text kopieren) und lass mich jeweils entscheiden, ob das erlaubt ist oder nicht, und warum.
Kontext: Ich bin in Klasse 7 und lerne gerade Urheberrecht, Persönlichkeitsrecht und Quellenangaben.
Format: Eine Situation nach der anderen, mit kurzem Feedback nach meiner Antwort.

📱 App-Berechtigungen unter die Lupe nehmen

Bildet 4er-Teams, jedes Team übernimmt eine App-Kategorie:

🔍 Berechtigungs-Check (10 Min.)

Prüft für eure App-Kategorie: Welche Berechtigungen fordern diese Apps? Sind sie logisch oder verdächtig? Nutzt die Tabelle weiter unten als Vorlage.

🎯 Empfehlung erstellen (5 Min.)

Ordnet eure Apps in Vertrauenswürdig / Vorsichtig nutzen / Nicht installieren ein, mit Begründung.

💭 Abschlussreflexion

🎯 Die goldene Regel: "Braucht die App das wirklich für ihre Funktion?" — Ja: Berechtigung OK. Nein: verweigern oder App nicht nutzen.

🎯 Praktischer Teil

Nimm dir drei Bilder oder Texte, die du zuletzt für Schule oder privat aus dem Internet verwendet hast (z. B. für eine Präsentation). Prüfe für jedes:

  1. Steht eine Lizenz dabei? Welche (z. B. Creative Commons BY-SA)?
  2. Falls keine Lizenz angegeben ist: Hättest du eine Erlaubnis gebraucht?
  3. Schreib für jedes Beispiel eine korrekte Quellenangabe nach dem Schema oben (Autor, Titel, Datum, URL).
🔍 Bilder mit passender Lizenz finden: Bei der Google-Bildersuche kannst du über Tools → Nutzungsrechte gezielt nach frei nutzbaren Bildern filtern. Noch einfacher: Bilder mit der Lizenz CC0 ("Public Domain", keine Rechte vorbehalten) darfst du komplett frei verwenden, sogar ohne Quellenangabe — höflich ist sie trotzdem. Eine gute Anlaufstelle dafür: Pixabay.
AutorTitelDatumURL
📌 Direkt in die Tabelle oben tippen, dann auf "Tabelle als Text kopieren" klicken und das Ergebnis in ein Dokument in deinem LernSax-Ordner Privat → Schule → Informatik einfügen und dort speichern.
Für dein Erklärvideo-Projekt gilt dieselbe Regel für jedes Bild, jede Musik und jeden Text, den ihr nicht selbst erstellt habt.